Mondfinsternis 2026 Uhrzeit: Wann Das Spektakel Im August Am Himmel Steht
Astronomie-Fans und Nachtschwärmer sollten sich den 28. August 2026 rot im Kalender anstreichen. An diesem Morgen findet die zweite Mondfinsternis des Jahres statt. Wer das Himmelsereignis im deutschsprachigen Raum live verfolgen möchte, muss allerdings früh aufstehen: Das Maximum wird in den Morgenstunden kurz vor Monduntergang erreicht.
| Phase / Ereignis | Datum | Uhrzeit (MESZ) | Sichtbarkeit in DACH |
|---|---|---|---|
| Eintritt in Halbschatten | 28. August 2026 | 04:20 Uhr | Mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar |
| Beginn partielle Finsternis | 28. August 2026 | 05:34 Uhr | Gut sichtbar am West-Horizont |
| Maximum der Finsternis | 28. August 2026 | 06:13 Uhr | Tiefste Phase / Zeitgleich Monduntergang |
| Ende partielle Finsternis | 28. August 2026 | 06:52 Uhr | Mond in DACH-Region bereits untergegangen |
Die partielle Mondfinsternis am 28. August 2026 im Detail
Nach der totalen Mondfinsternis im März 2026 taucht der Erdtrabant Ende August erneut in den Schatten unseres Planeten ein. Bei dem bevorstehenden Ereignis handelt es sich um eine partielle Mondfinsternis. Dabei tritt der Mond nicht vollständig, sondern nur zu einem Teil in den Kernschatten der Erde ein.
Da sich das Spektakel in den frühen Morgenstunden abspielt, fällt der Höhepunkte exakt mit der Morgendämmerung zusammen. Für Beobachter in Deutschland, Österreich und der Schweiz ergibt sich dadurch ein besonders reizvolles Fotomotiv: Der teilweise verfinsterte Mond steht tief über dem westlichen Horizont, während im Osten langsam die Dämmerung einsetzt.
Exakter Zeitplan und beste Beobachtungsbedingungen
Der zeitliche Ablauf richtet sich nach der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) und unterscheidet sich regional nur um wenige Minuten durch den jeweiligen Zeitpunkt des lokalen Monduntergangs:
- 04:20 Uhr MESZ: Der Mond tritt schrittweise in den Halbschatten der Erde ein. Diese Phase bringt nur eine sehr leichte Verdüsterung des Mondrandes mit sich.
- 05:34 Uhr MESZ: Beginn der partiellen Finsternis. Der obere Rand des Mondes tritt sichtbar in den dunklen Kernschatten ein. Die Einkerbung ist nun deutlich zu erkennen.
- 06:13 Uhr MESZ: Das Maximum der Finsternis ist erreicht. Ein spürbarer Teil der Mondscheibe ist vom Erdschatten bedeckt.
- Ab 06:15 bis 06:35 Uhr MESZ: Der Mond geht je nach geografischer Lage (in Wien früher als in Köln oder Zürich) unter den Horizont ab.
Für eine optimale Sicht ist ein Beobachtungsort mit freiem Blick nach Westen ohne störende Gebäude, Bäume oder Hügel entscheidend. Spezialausrüstung ist nicht zwingend erforderlich, da das Phänomen problemlos mit bloßem Auge zu beobachten ist. Ein Fernglas oder ein kleines Teleskop verstärken jedoch die Schärfe der Schattengrenze auf der Mondoberfläche deutlich.
Mond mit Sternen in totaler Mondfinsternis 3. März 2026 in Mexiko ...
Ausblick: Der August als Monat der astronomischen Highlights
Der August 2026 erweist sich als außergewöhnlicher Monat für Himmelsbeobachtungen. Nur wenige Tage vor der Mondfinsternis zieht am 12. August 2026 eine totale Sonnenfinsternis über Südeuropa hinweg, die in Mitteleuropa als sehr tiefe partielle Sonnenfinsternis zu sehen ist.
Die Kombination aus beiden Finsternissen innerhalb von zwei Wochen bietet eine seltene Gelegenheit, die Mechanik unseres Sonnensystems direkt am Tag- und Nachthimmel mitzuerleben. Wer die partielle Mondfinsternis am 28. August verpasst, muss sich etwas gedulden: Die nächste von Europa aus gut sichtbare totale Mondfinsternis findet erst wieder im Jahr 2028 statt.
